Tipps für die richtige Sprachwahl
Jeder fängt einmal klein an, so auch alle Web-Entwickler. Doch mit welcher Sprache soll man sich ins World Wide Web wagen? Wie schafft man sich eine gute Startposition, von der aus man gut expandieren und dazulernen kann? Hier ein paar Tipps von mir zu diesem Thema:
1. HTML lernen
Wenn man kein HTML kann, wird man auch kein Webentwickler
HTML stellt so etwas wie das Alphabet der Browserwelt dar, daher kommt man einfach nicht drum herum, auch wenn man später “nur” hinter den Kulissen (sprich als Backend-Developer) arbeiten will. Spätestens wenn der Front-End-Developer anruft und sich über die vermurkste Ausgabe beschwert, wird man sich mit Links, Listen und Tabellen auseinandersetzen müssen. Dabei helfen Seiten wie selfhtml, die einen guten Einstieg bieten, und natürlich die Einsicht, dass HTML einfach “einfach” ist. Wenn man sich an die Regeln hält, erhält man valides HTML und man ist bereit für den nächsten Schritt: die Dynamisierung des Inhaltes… oder doch nicht?
2. CSS Grundlagen
Auch hier heißt es erst einmal noch ein wenig Zeit zu investieren, um zumindest die Grundlagen der Cascading Stylesheets zu verstehen. Ein weiser Mann sagte einmal: “Wenn du das Boxmodell verstehst, hast du verstanden”. Das macht zwar eigentlich keinen Sinn, aber es klingt gut
Hier empfehle ich die Seite css4you, die eine gute Referenz bietet, wenn man nicht genau weiß, was man jetzt eigentlich einsetzen soll, um die gewünschte Ausgabe zu erhalten.
Soviel zu den absoluten Grundlagen. Ich würde gerne hierzu das ein oder andere Buch empfehlen, aber leider besitze ich einfach keine zu diesen beiden Themen. Wenn jemand da gute Empfehlungen hat, einfach in die Kommentare schreiben.
3. Die erste dynamische Sprache
Hier wird es richtig interessant. Welche Sprache soll man als Neuling in der Webentwicklung nehmen? Das hängt definitiv von dem Wissen ab, das man mitbringt. Als erfahrener Javaentwickler sollte man natürlich bei Java bleiben, wozu alles neu lernen.
Für alle, die noch keine Programmiererfahrung haben, empfehle ich
PHP.
Ohne Frameworks.
Warum?
PHP ist auf fast allen Webservern inzwischen standardmäßig installiert, auch eine MySQL DB für erste echte Projekte ist inzwischen fast immer dabei. PHP ist mit Sicherheit nicht die beste Sprache, aber sie empfiehlt sich aufgrund der einfachen Anwendung, den vielen Online-Tutorials und der starken Community. Fast jeder, der Webentwicklung betreibt, hat zumindest schon einmal mit PHP zu tun gehabt. Als Buchempfehlung gibts von mir dazu das “PHP Cookbook” von O’Reilly, sowie das entsprechende PHP Buch, da die O’Reilly Bücher meiner Meinung nach einen sehr guten Einblick geben. Das Kochbuch empfehle ich deshalb, damit man schnell brauchbare und echte Anwendungen entwickeln kann, und “nebenbei” die Sprache erlernt. Frameworks sind deshalb erst einmal zu meiden, weil man zwar schöne Dinge damit entwickeln kann, die Sprache selbst aber nicht erlernt, sondern auf Hilfsfunktionen angewiesen ist. Auf die Frameworks stürzen wir uns im nächsten Schritt.
4. Und wie geht es weiter?
Wenn man rohes PHP “kann”, hat man zwei Möglichkeiten. Entweder man geht zu einer schöneren Sprache über (Python wenn man gerne mit Google zusammenarbeiten möchte, Ruby wenn man klaren Code liebt) und/oder man taucht in die Welt der Frameworks ein. Unter PHP gibts da zum Beispiel CakePHP, zudem hier im Blog auch ein ganz ordentliches Tutorial existiert. Unter Ruby arbeite ich sehr viel mit Rails, meiner Meinung nach die beste Kombination für Webanwendungen zur Zeit.
Wenn Ihr Vorschläge, Kritik, Kommentare oder Verbesserungen hat, wie üblich in die Kommentare.
Kategorie: Tipps | 2 Kommentare »
Veröffentlicht am Dienstag, den 28. Juli 2009 um 10:58 Uhr veröffentlicht
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