CakePHP & DIEVOLUTION Blog

Zeitmanagement

 

Ein guter Whiskey braucht Jahre, bis er gereift ist. Wer schon einmal einen schönen 15 oder 18 jährigen Whiskey mit einem einfachen aus dem Supermarkt verglichen hat, wird dieser These zustimmen. Leider ist die moderne Gesellschaft aber so schnelllebig, dass es fast nicht möglich ist, sich Zeit zu nehmen. Deshalb müssen wir lernen, mit unserer Zeit hauszuhalten. Da ich auch andauernd mit meiner Zeit nicht wirklich klar kam, habe ich mich etwas inspirieren lassen, von Google und Jerry Seinfeld!
Was mich da geritten hat, erfahrt ihr im weiterlesen (und ich kann testen, ob das Plugin, dass den RSS Feed trotzdem komplettieren soll, funktioniert).

Google hat laut dem Buch, welches ich gerade lese, eine interessante Firmenphilosophie. Angestellte zu folgendem Zeitmanagement angehalten:

  • 70% der Zeit gehen sie ihrer normalen Arbeit nach
  • 20% der Zeit arbeiten sie an Ideen, die Google weiterbringen können (z.B. entstand dort AdWords)
  • 10% der Zeit arbeiten sie an Ideen, die noch keinen Nutzen für Google haben (z.B. Picasa)

Dieses System ist wirklich gut, deshalb habe ich es mir zu eigen gemacht. 70% der Zeit arbeite ich an Kundenprojekten, 20% an meinen Projekten (welches auch der Grund dafür ist, dass endlich die Seite steht) und 10% der Zeit arbeite ich an Ideen, von denen ich noch nicht weiß, ob diese irgendwann mal nützlich werden oder bilde mich weiter.

Das kann man soweit noch verstehen, oder? Aber wie schaff ich es, diese Zeit zu verwalten? Nein, ich habe keine Stoppuhr hier, ich habe ja noch Jerry Seinfeld im Ärmel. Und der darf jetzt raus:

Ich gebe gerne zu, dass ich diesen Tipp hiergefunden habe. Jerry Seinfeld hat sich einfach einen Jahreskalender geschnappt, und jeden Tag, andem er gearbeitet hat, ein Kreuzchen gemacht. Diese wirklich einfache Motivationsidee verhilft dazu, dass man natürlich keine weißen Flecken in der Kreuzchenliste möchte und daher jeden Tag schaffen will! Nun sollte man den Kalender natürlich nicht hinter den Kühlschrank hänger oder unter das Katzenklo legen, meiner hängt prominent über meinem mittleren Monitor, so dass ich zwangsläufig darauf schauen muss. Und da keiner gerne an Niederlagen erinnert wird (was auch der Grund sein dürfte, warum bei BenQ niemand ein Siemens T-Shirt trägt…), muss diese Liste einfach positiv sein.

Wie kann man diese beiden Ideen nun zusammensetzen, um eine wirklich gute Zeitmanagementafel zu erstellen?
So:

Datum/Zeit Hauptarbeitszeit 70%
(bsp. 9-15 Uhr)
Eigene Ideen 20%
(bsp. 15-17 Uhr)
Spielereien 10%
(bsp. 17-18 Uhr)
28.09.2007 X X X
29.09.2007
30.09.2007

Ich glaube, ihr habt das Prinzip verstanden, oder? Dies ist natürlich auch für mich kein Gesetz, es kann auch passieren, dass etwas umbedingt fertig werden muss, oder dass ich einen Tag mit 90% Kundenarbeit verbringe, aber im großen und ganzen stimmt es. Wendet es an, und ihr merkt, wieviel Zeit ihr für liegengebliebenes habt. Ihr müsst auch nicht wie ich den kompletten Tag mit Programmieren verbringen, vielleicht habt ihr auch 10% des Tages für Büroarbeiten oder ähnliches. Wie ihr eure Zeit einteilt, bleibt euch überlassen, aber die generelle Einteilung 70/20/10 gepaart mit der Kalendermethode wird euch motivieren, produktiver zu arbeiten.


Veröffentlicht am Freitag, den 28. September 2007 um 09:38 Uhr veröffentlicht

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Eine Reaktion zu “Zeitmanagement”

 

  1. Roland Kopp-Wichmann Am 6. Februar 2008 um 19:51 Uhr

    Das Problem mit Büchern und Tools zum Thema “Zeitmanagement” ist doch: die Menschen ohne Zeitprobleme wenden die Tools einfach an. Die Menschen mit Zeitproblemen kennen zwar auch die Tools - wenden sie aber nicht an!
    Warum ist das so?
    Über die psychologischen Hintergründe dabei habe ich einen Blogbeitrag geschrieben:
    http://tinyurl.com/2km9ly

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