Getting Things Done: Macsoftware & Meinung
Ich teste zur Zeit wieder mal meine Disziplin und versuche, möglichst nach David Allens “Getting Things Done” Philosophie zu arbeiten. Zu diesem Zweck habe ich mir verschiedene Programme für den Mac angesehen.
Als Einstieg habe ich versucht, das GTD-Prinzip in iCal abzubilden. WARNUNG: NICHT NACHMACHEN. iCal hat zwar eine Todoliste und die Möglichkeit, verschiede Projekte (oder Kalender) anzulegen, ist aber keinesfalls ausreichend, um dem GTD-Prinzip gerecht zu werden (Willkürliche Ordnung, wenig Farben, schlechte Lesbarkeit, kein Fälligkeitsdatum bei Aufgaben und keine Aufgaben im iPhone iCal).
Daher begab ich mich auf die Suche nach “echter” GTD Software.
Folgende Anforderungen sollte die Software erfüllen:
- Leicht bedienbar
- dem GTD Prinzip folgen (Listen, Projekte, etc.)
- Als native Mac Anwendung laufen (kein Webdienst)
- schneller und besser als ein Blatt Papier
- Als Bonus ein Sync mit meinem iPhone
Die folgenden Programme habe ich mehr oder weniger angetestet:
- Things (http://www.culturedcode.com/things/)
- Thinking Rock(http://www.trgtd.com.au/)
- OmniFocus (http://www.omnigroup.com/applications/omnifocus/)
Things
- Preis: 49,95 $
- Sprache: Deutsch
Als erste Anwendung habe ich Things ausprobiert. Mit fast 50 Dollar natürlich kein Schnäppchen, aber wenn man dafür ein paar Aufgaben in der Woche mehr schafft, ist es noch vertretbar. Things ist einfach zu installieren und nach dem Start in deutscher Sprache verfügbar. Leider konnte ich mich nicht mit dem Programm anfreunden, da es die GTD Philosophie nicht vollständig unterstützt, und die Integration von Daten (soweit ich mich erinnern kann *grins*) nicht ganz einwandfrei war. Daher flog es nach einer Stunde auch wieder aus der Programmliste.
Thinking Rock
- Preis: Kostenlos (Open Source)
- Sprache: Englisch
Als Thinking Rock gestartet war, fühlte ich mich doch sehr an Netbeans erinnert. Woran das lag, fand ich beim zweiten Start heraus, denn tatsächlich ist Thinking Rock eine Pluginsammlung für die Netbeansplattform. Das ist natürlich eigentlich ein Vorteil, allerdings fand ich das Programm kaum benutzbar. Die sprachliche Barriere ist zwar nicht besonders hoch (Englisch können ja inzwischen die meisten Leute *grins*), aber man merkte dem Programm doch den Netbeansunterbau deutlich an. Fazit: Kostenlos, aber auch umsonst.
OmniFocus
- Preis: 79,95 $
- Sprache: Deutsch
Hier also die Oberklasse im Preissegment, 80 Dollar (sind zur Zeit ugf. 60 Euro) ist beileibe kein kleiner Betrag. Dafür muss das Programm aber auch einiges leisten, dachte ich mir. Nach dem ersten Öffnen der 14 tägigen Testversion fand ich mich in einer klar strukturierten, fast leeren Arbeitsumgebung wieder. Nach einigen Tests war ich dann zwar sehr angetan von der GTD-Kompatibilität, konnte mich aber noch nicht damit anfreunden, für solch ein Programm 80 Dollar auf die virtuelle Theke zu legen.
Zum Glück (für die Omnigroup, wobei die das auch gesponsort hatten) gibt es aber eine Doppelfolge zu Omnifocus bei Screen Casts Online (Teil 1, Teil 2), was die Vorzüge dieses Programms erst so richtig offenbart. Vor allem das extrem schnelle Eingeben und -sortieren von neuen Aufgaben ist perfekt, zudem kann man alle möglichen Referenzmaterialien (E-Mails, Dateien, etc.) direkt in die Software einbinden. Auf die iPhone Software für 16 Euro (sic!) kann ich aber verzichten.
Fazit:
Ich werde meine verbliebene Testperiode von OmniFocus noch nutzen, um mich genauer mit dem Programm auseinanderzusetzen, allerdings bin ich guter Dinge, endlich eine vernünftige Möglichkeit gefunden zu haben, meine Aufgaben irgendwo zu speichern.
So, und jetzt kann ich an die täglich wiederkehrerende Aufgabe “Blogeintrag verfassen” für heute einen Haken machen.
Kategorie: Allgemein | 3 Kommentare »
Veröffentlicht am Samstag, den 24. Januar 2009 um 19:40 Uhr veröffentlicht
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